Wie wird man eigentlich ein Speaker?

Ich habe die ersten Jahre während meiner Tätigkeit als Coach (seit 2014) bereits einige Vorträge gehalten, aber das war zugegeben noch sehr ausbaufähig.

Woran lags?

Mit Nervosität hatte ich nie besonders zu kämpfen als Vortragsredner. Das habe ich ganz gut im Griff.

Meine Themen waren:

  • Tempo: ich neige dazu, sehr schnell zu sprechen.
  • Inhalte: ich bin als Experte natürlich sehr tief in meinen Themen und daher suchte ich mir oft Themen, die mich interessierten, aber für mein Publikum schon zu „tief“ waren. Manchmal stellte ich dann bei anderen Rednern enttäuscht fest, wie einfach deren inhaltlichen Punkte waren. „Nicht euer Ernst“, dachte ich empört. Und das Publikum war „bei denen“ begeistert. Mit der Zeit begriff ich, dass ich nicht mein Expertenwissen als Vortragslevel ansetzen darf.
  • Mangelnde Erfahrung: Mir fehlte einfach Routine als Speaker.
  • Feedback: Ich bewertete die Qualität meines Vortrags auf Basis der direkten Reaktionen während des Vortrags und aufgrund des Applaus.

Seit dem am 18. Dezember 2018 mein Buch „Brutal Mental – Mentale Stärke ist mehr als nur Siegerdenken“ im Pflaum Verlag veröffentlicht wurde, ist viel passiert. Das Buch hat unglaublichen Erfolg. Natürlich habe ich mir das gewünscht, umso schöner, dass es so eingetreten ist. Und so bin ich inzwischen fast wöchentlich als Speaker unterwegs. Was sich durch diese Routine änderte:

  • Reduktion: Ich strich den meisten Text auf den Folien und nahm mehr Fotos, Film & Ton mit auf. Wenn möglich vermeide ich PowerPoint komplett. Im kleinen Vortragskreis bevorzuge ich Flipcharts zur Veranschaulichung.
  • Storytelling: Ich erzähle deutlich mehr „kleine“ Geschichten, die peinlichen ausschließlich von mir. Die heroischen von meinen Klienten. Das kommt gut an. Und bitte: Machen Sie es nicht umgekehrt. 😉
  • Mein wichtigstes Werkzeug: Augenkontakt, Humor und Situationskomik. Je nach Publikum gelingt mir das spontan mehr und mal weniger. Denn nicht jedes Publikum ist ein leichtes. Auch das habe ich gelernt, manche Menschen gehen in einen Vortrag, nur um zu beweisen, dass der Redner nichts kann. Das muss ein Speaker aushalten. Wenn diesem hineinrufenden unangenehmen Menschen mit Humor nicht zu helfen ist, dann habe ich gelernt das zu ignorieren und einfach weiter zu machen. Meistens gehen Störenfriede dann aus dem Raum, wenn sie keine Aufmerksamkeit bekommen. Währenddessen kann ich das gut ausblenden, nach einem Vortrag brauche ich eine Weile um mich von solchen anstrengenden Gästen zu erholen. Doch selbst dann war der Vortrag nicht schlecht, im Gegenteil Ihre Zuhörer positionieren sich und wenn Sie als Redner argumentativ stark und menschlich geblieben sind, häufig zu Ihren Gunsten.
  • Feedback: Ohnehin habe ich gelernt, dass Vorträge wie ich sie halte (eher tiefgründig und wenig effekthaschend) nicht zwingend sofortige Reaktionen bringen: die Menschen kommen oft erst ein paar Tage später per Email auf mich zu und schreiben mir dann auch sehr persönliche Geschichten. Die Reaktionen sind passend zu meinem Vortrag: tiefgründig. Wie konnte ich da anfangs oberflächliche, schnelle Reaktionen erwarten?
  • Und mein wichtigstes Learning als Speaker: Kill your Darlings. Wenn ich während des Vortrags kürze, weil dem Publikum andere Inhalte wichtiger sind, dann ist das oft die beste Entscheidung.

Sie haben Lust, mich als Speaker oder als Trainer für Storytelling zu erleben? Dann schauen Sie doch mal unter Events auf meiner Webseite nach, ob ich demnächst bei Ihnen in der Nähe bin! Oder buchen Sie mich bei CORMENS oder via Women Speaker Foundation.

Ich freue mich auf Sie!

 

#storytelling #speaker # mentalestärke

A winner is a dreamer who never gave up

Ein kleiner Rückblick auf bewegte Wochen.

Mein Team aus Mutmacherinnen

Gestern, der 14. Dezember 2017 hat mich sehr bewegt, daher will ich kurz davon erzählen.

Photo by Priscilla Du Preez on Unsplash

Viele meiner Klienten haben schon einiges in ihrem Leben gemeistert und kommen zu mir, wenn sie an einer Hürde oder mehreren Schwellen stehen, wo das Leben ihnen mal wieder schwere Aufgaben stellt, die sie diesmal nicht mehr alleine meistern können oder wollen. Oft ist es der Job, der dann nicht mehr glücklich macht, doch gleichzeitig laufen dann manchmal viele weitere Themen gar nicht mehr so ab wie erträumt. Da kommen eigene Krankheiten oder schwere familiäre Themen hinzu, das Selbstvertrauen sinkt und meist on top gibts kostenlos dazu auch noch partnerschaftliche Probleme.
„A winner is a dreamer who never gave up“ weiterlesen