Coach für den Kopf – was heisst das eigentlich?

Florian Münch, Chefredakteur des Trainer-Fachmagazins Leistungslust, unterhielt sich dazu mit mir.

Das Interview finde ich sehr gelungen, vor allem auch, da Florian Münch sehr gute Fragen stellte.

Foto: Andy Astfalck for ASICS, Mallorca 2019

Das Interview ist in der Ausgabe 03/2021 zu lesen und auch online zu finden.

Ich teile hier das Interview für alle Coaching-Interessenten, da ich den Eindruck habe, dass es sehr viel Aufschluss über meine Arbeit gibt.

„Top of the mountain is rented space, not one to dwell on.“ (Jill Ellis)

Hanna Hansen ist eine beeindruckende Frau, ich arbeite mit ihr als Mental Coach. Sie erntet viel Kritik, denn sie geht ihren Weg, der in den Augen vieler doch kein „richtiger Job“ ist. Erst arbeitete sie als internationales Model, allein dafür erntete sie Neid und auch eher Missbilligung, wäre sie CEO, das wäre toll, aber fürs Modelling braucht man ja wohl kein Hirn. Dann wurde sie internationale DJane. Wieder begegnete ihr ein ähnliches Mindset. Doch warum nicht, den Traum leben, der dir Freude macht und Erfolg bringt? Hanna hat viele Follower in den sozialen Medien, sie macht auch ihren Mund auf, wenn sie politisch eine Meinung hat, doch nicht platt und destruktiv, sondern tatsächlich mit mehr Intelligenz als viele Leser es vermutlich mit unbewussten Vorurteilen erwarten. 

Vor einigen Jahren begann sie mit Kickboxen. Und wenn sie etwas macht, dann richtig. Ihre Anlagen waren gut, da sie bereits in ihrer Kindheit Leistungssport betrieben hatte.

Sie wurde fünffache deutsche Kickboxmeisterin und Kickboxweltmeisterin.

Hanna ist eine selbstbewusste Frau, sie ist Mutter von zwei Kindern- mit denen sie alleine lebt und das meistert sie wie viele andere Menschen auf beeindruckende Weise. Doch Hand aufs Herz: ihr Weg ist in den letzten Jahren ein harter gewesen. 

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TEAM – Tut etwas aussergewöhnliches Miteinander

Moderne (Selbst)Führung – von Athleten lernen.

Heute spielt die deutsche Elf ihr erstes Spiel der Fussball Europameisterschaft der Männer. Fiebern Sie mit? Wissen Sie, welches Motto sich die Mannschaft dieses Jahr gegeben hat?

Wussten Sie, dass sich die deutsche Elf im Jahr 2006 für die Fussball WM im eigenen Land das Motto „TEAM -Tut Etwas Aussergewöhnliches Miteinander“ gegeben hat? Es folgte ein Fussball-Sommermärchen im gleichen Jahr und die Spieler wurden zu Weltmeistern der Herzen.

Am Wochenende fand der 6. Bayerische Zahnärzte-Unternehmer-Tag statt und ich war eingeladen dort über Team-Motivation zu sprechen. Zahnarztpraxen haben oft eine ideale Teamgröße: maximal elf Personen wie in einem Fussball-Team. Denn die Teamgröße hat einen Einfluss darauf, wie leistungsbereit wir sind. Mit zunehmender Teamgröße steigt unsere Neigung, weniger zu leisten. Sind zu viele Menschen in einem Team, lässt der Verpflichtungssog nach: Warum soll ausgerechnet ich jetzt die Aufgabe übernehmen? Gefühlt sind doch genügend andere da.

Die optimale Teamgröße alleine löst aber leider noch keine Team-Probleme. Wie gelingt es zu einem aussergewöhnlichen Team zu werden? – Mit guter (Selbst)Führung!

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Mitreißen statt entzweien – mit der richtigen Ansprache

Eine wundervolle Wissenschaftlerin, die ich als Coach begleiten darf, bat mich, sie bei der Vorbereitung eines internationalen Workshops von renommierten Wissenschaftlern zu unterstützen. Sie wirkte erschöpft und frustriert, da von Zusammenhalt und gutem Spirit unter den Wissenschaftlern zuwenig zu spüren war. Als Organisatorin wünschte sie sich mit einem PEP-Talk (=Motivationsrede) die Gruppe zusammen zu schweißen. 

PEP-Talks sind aus dem Sportbereich bekannt, wenn etwa Trainer das Team motivieren. Mittlerweile werden PEP-Talks auch im Business Bereich beliebter, um Menschen zu einem gemeinsamen Ziel zu aktivieren. 

Wie baute ich die Grundstruktur für den PEP-Talk mit meiner Klientin auf? Nachfolgend zeige ich unsere Schritte.

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Neue Podcast-Folge!

Kim ist eine ungewöhnliche und spannende Frau. Sie ist heute 50 Jahre alt. Im Jahr 2010 entschied sie sich den Weg zu gehen, den sie schon seit sie ein Kind ist, fühlte. Doch das brachte ihr sehr viel Abwehr und Mobbing ein. Denn ihr damaliger Arbeitgeber, eine Bank, wollte diesen neuen Weg zwar offiziell unter dem Titel „Diversity“ mitgehen, doch hinter verschlossenen Türen zeigte sich, dass es Menschen eben immer noch sehr schwer fällt, Anderssein zu akzeptieren. Wie Kim ihren Weg trotzdem weiterging und es geschafft hat, ein Leben zu führen, dass sie zufrieden macht, erzählt sie in dieser Podcast Folge. Gleichzeitig öffnet sie mir und hoffentlich vielen Zuhörern die Augen und Ohren für eine neue Sicht auf viele Themen. 

Wie tolerant sind wir wirklich?
Neue Perspektiven hören, um mental beweglich zu bleiben.

Feedback-Stimmen dazu:

„Dein letzter Podcast war toll … hab ich mir abends mal ganz gemütlich angehört … du machst das echt super.“

„Danke noch für die tolle neue Podcastfolge. Ich habe sie mir gestern angehört, war echt spannend. Vor allem auch, dass die momentane Entwicklung für Menschen wie Kim eigentlich nachteilig ist, das war mir gar nicht so bewusst. Sie ist echt eine bewundernswerte Frau. Toll!“

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#diversitymatters#diversityforsuccess#impactofdiversity

Schritt für Schritt Storytelling lernen

Marketing is no longer about the stuff that you make, but about the stories you tell.

(Seth Godin)

Gilt übrigens auch für Personal Branding. 😉

Dank der Haufe Akademie ist die Kunst des Storytelling’s jetzt auch als digitale Lernreise konzipiert, um das eigenen Präsentieren spannender zu gestalten:

https://hf-aka.de/souveraen-praesentieren

Lohnt es sich? Das ausführlichere e-Learning dazu war bereits sehr erfolgreich und viele schöne persönliche Danksagungen auf allen Social Media Kanälen haben mich ganzjährig dazu erreicht:

https://www.haufe-akademie.de/30677

Und wann ist ein besserer Zeitpunkt zur Weiterbildung als in krisenvollen Zeiten?

Zu Gast im Podcast: Hart aber fail – Bend it like Beckham

Habt ihr es schon mitbekommen? Die beiden wundervollen Mädels von @hartaberfail.podcast haben mich zum Thema Scheitern interviewt. Denn darum gehts in jeder Folge ihres tollen Podcasts. Schließlich ist Scheitern ein wichtiger Punkt unseres Lebens. Immer wieder. Entscheidend ist unser Umgang damit.

Passend zum Thema ist, dass am Mittwoch, dem 09.12.2020 das Buch „Fußballer haben Knie“ auf den Markt kommt und überall erhältlich ist. Geschrieben von Autoren, die erfolgreiche Fußballer präventiv und zur Rehabilitation betreuen. Ich wurde gebeten den mentalen Part zu schreiben.

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Podcast Alarm! Stoizismus und New York.

Dass eine Kickbox-Weltmeisterin auch ihre Chaos-Queen Seiten hat, dass sie sehr intelligente Antworten gibt, die erfrischend und voller Humor sind, das hätten Sie sicher nicht erwartet. Wenn Hanna Hansen reduziert wird auf ihre Tätigkeiten, klingt das wie ein Klischee: sie war Kickbox-Weltmeisterin, ist DJ, Model, medial bekannte Personaltrainerin und zweifach Mama. Doch das Klischee, das im Kopf dazu entstehen mag, wird ihr nicht gerecht. Sie ist soviel mehr, nämlich ein wundervoller Mensch und eine sehr spannende Frau. Vor allem aber ist sie mental sehr stark und darüber spreche ich mit ihr, auch über Rückschläge, Paarbeziehungen in Corona-Zeiten und Perfektionismus. 

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Warum Frauen häufiger in zweiter Reihe stehen

Eine Klientin von mir, die ich beruflich coachen darf, ist im Consumer Brand Marketing eines globalen Unternehmens tätig. Die Organisation ist hoch dynamisch, die Budgets riesig, die Verantwortung enorm. Meine Klientin ist erst seit wenigen Monaten dabei, sie hat den Job angetreten, nachdem sie sich seit der Geburt ausschließlich um ihren jetzt 1,5-jährigen Sohn gekümmert hatte. 

Guter Ausgangspunkt für die Rückkehr in die Berufswelt

Ich habe sie gecoacht für ihre Bewerbungen wie die Vorstellungsgespräche und die Auswahl an Jobs war schließlich groß. Mit ihrer strukturierten professionellen Art hat sie ordentlich Eindruck machen können. Und so konnte sie sich letztlich sehr verdient den Job aussuchen, der ihr am meisten zusagte. Sie nimmt direkt den toughen Weg – ihrem Traumberuf zuliebe – und arbeitet schon wieder Vollzeit. 

Bereits nach wenigen Tagen kam sie wieder auf mich zu. Der Job ist ein Traumjob, der Chef super, ein tolles Vorbild: klar und ruhig. Die Kollegen scheinen alle 200% zu geben, wer Kinder hat, arbeitet eben nach dem zu Bett gehen der Kids noch ein paar Stunden weiter. VOLLGAS in einer Tour. Es ist nicht leicht bei diesem Tempo mitzuhalten. Meine Klientin, promoviert, hochintelligent und ein sehr analytischer Mensch, sucht bei sich die Fehler. Meldet sich kaum mehr zu Wort. Ihre Selbsteinschätzung:

„Ich trete nicht selbstbewusst genug auf, die anderen drücken sich eloquenter in Englisch aus. Ich zögere manchmal bei Antworten. Wenn ich die Antwort auf eine Frage nicht sofort weiß, sage ich, dass ich es herausfinden werde. Andere finden dann einfach eine Antwort, egal ob es 100% stimmt. Ich bin da nicht forsch genug, und schwäche meine Position damit.“

Wirklich ist das so? Da haben wir im Coaching genauer hingesehen.

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